| Von einem Rennen zum nächsten |
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Ein 44-jähriger Schweizer segelt sich vom einen Rennen zum nächsten und ist dabei äusserst erfolgreich. Dafür steht er bei der Bank in Kreide.
Seine ganze Leidenschaft gilt für das Segeln. Zu Hause sei er nur, zwischen zwei Rennen, gibt Bernard Stamm Bolero Men zu Buche. Er passt für sein Vorhaben, den Vendée Globe zu gewinnen, sein Schlafverhalten an die Umstände während des Segelns an. Dafür habe er extra sein Schlafverhalten analysiert. Nur in den optimalen Tiefschlafphasen kann sich der Herr von seinen Strapazen im Rennen erholen.
Nicht nur im Schlafen gibt er sich bescheiden, der Segler mit Herzblut. Auch in Bezug auf die Schlafstätte: Eine äusserst spartanisch eingerichtete Koje dient zum Erholen. Dafür ist das Boot, auf dem Bernard Stamm segelt, von 1a-Qualität. Mit den besten Hightech-Mitteln ausgerüstet macht der Mann die Weltmeere unsicher und lässt sich durch nichts einschüchtern, nicht einmal vor einer langen Zeit in Einsamkeit auf einem Boot, ganz auf sich alleine gestellt.
Mit seinem sozialen Hintergrund ist er dennoch in Kontakt: Mit Internet kann er mit seiner Familie und Angehörigen kommunizieren, aber in einem stressigen Rennen empfinde er das manchmal eher als Stress, denn als Erholung. Und das Alleinsein werde nach dem Rennen auch schwieriger.
Da ist es bei einer Mannschaft wie der Alinghi total anders, muss man feststellen, wenn man den Bericht liest. Bei der Alinghi sind die einzelnen Teammitglieder darauf angewiesen, dass die anderen Mitglieder so funktionieren, wie man sich das vorstellt. Jeder ist auf die Mitarbeit des anderen angewiesen. Optimale Rennresultate können nur erreicht werden, wenn sich die Teammitglieder absprechen untereinander.
Das Team muss so funktionieren, wie wenn es ein einziger Körper wäre, der das Schiff lenkt. Bei Bernard Stamm hingegen ist es wichtig, dass er allein einen kühlen Kopf bewahren kann, auch in den schwierigsten Situationen. Er muss dann alleine entscheiden, welche Routen zu nehmen sind und welche Vorkehrungen zu treffen sind, wenn die Wettervorhersagen auf offener See mal wieder nicht so gut sind wie man sich dies erwünschen würde.
Beide Arten des Segelns aber sind völlig auf Hightech ausgerichtet. Die besten Materialien werden verwendet, damit Vorteile gegenüber den Konkurrenten herausgeholt werden können. Aber beide Arten des Segelns sind angewiesen auf das Elementare: Wind und Wetter beeinflussen das Glück der Segler viel mehr, als ihnen eigentlich lieb wäre; oder vielleicht ist das ja gerade der Reiz am modernen Segeln? Die Kombination von Hightech und elementarer Naturgewalt. Die internationale Vernetztheit übers Internet mit der eigentlichen Einsamkeit auf offener See. Aufgerufen: 932 | E-Mail
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