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Segelsprache im Alltag – Folge 2: Den Wind aus den Segeln nehmen | Segelsprache im Alltag – Folge 2: Den Wind aus den Segeln nehmen |
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Ohne es uns bewusst zu sein, segeln wir sprachlich ziemlich oft. Hier die zweite Folge der Serie, die sich über Segelsprache im Alltag wundert. Nehme ich jemandem den Wind aus den Segeln, so haben seine Argumente in einer Diskussion von einer Sekunde auf die andere keine Bedeutung mehr. Der Gesprächspartner kann den Argumenten nicht mehr entkommen, die man ihm liefert. Wenn man die Redewendung bildlich denkt, kommt man auch auf die ursprüngliche Bedeutung der Redewendung: Der Wind stellt ab wie von Geisterhand. Was passiert mit dem Boot? – Vor allem wenn man in den Kategorien des Katamarans denkt? Das Boot kommt ziemlich schnell zum Stehen. Ohne Wind geht gar nichts, wenn das Boot nicht mit Benzinmotor ausgerüstet ist. Wie im Segelalltag, wo plötzlich das Boot stehen bleibt, weil der Wind abgestellt hat, muss man die Wendung im sprachlichen Alltag sehen. Schliesslich bleibt die Diskussion auch auf abrupte Art und Weise still stehen, wenn der Gesprächspartner keine Argumente mehr findet. Aus der Seemannssprache kommt aber auch die Situation des Gefechts, die im Wortgefecht der Diskussion überlebt hat: Während eines Seegefechtes, war es entscheidend, dem gegnerischen Boot den Wind aus den Segeln zu nehmen, denn so konnte sich das Boot nicht mehr aus der Situation heraus manövrieren und Stand frei zum Beschuss. Aus diesem Grund: Aufpassen bei der Diskussion! Lassen Sie sich nicht den Wind aus den Segeln nehmen, die Konsequenzen können Sie sich ja vorstellen. Aufgerufen: 1377 | E-Mail
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