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Roboter am Ruder | Roboter am Ruder |
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Wenn Roboter segeln und dabei nicht kentern sollen. Vom 18. Mai bis zum 25. Mai finden am österreichischen Neusiedlersee in der Nähe von Wien Weltmeisterschaften statt, bei denen die Roboter am Ruder stehen.
Teams aus aller Welt haben sich angemeldet. Es stehen die Boote aus Kanada, Portugal, Grossbritannien und Österreich am Start. Und alle haben eines gemeinsam: Die Boote kommen ohne Crew auf dem Boot aus. Die Boote werden von einem autonomen Roboter gesteuert, der diese Boote durch die Wellen führen soll. Dabei darf das Boot alleine vom Wind angetrieben werden. Gewinnen kann da nur, wer immense Zeit in die Forschung investiert hat. Segeln ist nämlich keine einfache Sache, schliesslich zeigt die Betätigung an den Segeln schon Schwierigkeiten bei Menschen, die mit natürlicher Intelligenz ans Werk gehen. Bei Robotern, die bloss über künstliche Intelligenz verfügen, muss dies wohl noch schwieriger sein. Beim Segeln spielen so viele verschiedenen Aspekte eine Rolle: Einerseits die Windgeschwindigkeit: Wie soll man sein Segel aufspannen, damit man mit der optimalen Geschwindigkeit unterwegs ist und nicht Gefahr läuft, bei etwas Unvorhergesehenem gleich zu kentern. Die Reaktionsfähigkeit muss gut funktionieren, sonst ist man bevor man sich dessen vergewissern konnte, im der Eiseskälte des Wassers ausgeliefert. Roboter hätten wohl noch weniger Freude daran, im Wasser zu landen. Bei ihnen geht es dann nämlich gleich ums Eingemachte: Das Wasser droht in jede Ritze hinein zu sickern und die Fähigkeit zu segeln streitig zu machen. Die Berechnungen des Computers müssen also um so richtiger sein, denn sobald das Boot zu kippen droht, würde es das aus für den ganzen Aufwand bedeuten, den die Macher des Bootes hatten. Titelverteidiger ist das ASV roboat, die österreichische Roboter-Yacht. Sie scheint die Sensordaten gut ausgewertet zu haben und sich so auf den ersten Platz gesegelt zu haben. Wenn sich Robotik und die komplexe Sportart des Segelns vereinen, gibt es spannende Sachen zu sehen. Die WM-Woche wird sogar noch ein Rennen zwischen Mensch und Maschine ausfechten. In diesem Wettbewerb soll herausgefunden werden, wie gut die Roboter tatsächlich segeln können. Dabei bleibt natürlich zu hoffen, dass die Roboter geknackt werden können, so wie dies jeweils mit Mühe und Not bei den Schachcomputern der Fall ist. Im Herbst dieses Jahres sollen dann auch die ersten Atlantiküberquerungen stattfinden, für welche diese Weltmeisterschaften auf dem Neusiedlersee bei Breitenbrunn ein kleines Testlaufen darstellt. Auf dem Atlantik werden dann ganz andere Bedingungen an die Segelboote gestellt werden, vielleicht rauere, ganz bestimmt aber werden die Boote viel länger unterwegs sein als auf dem Neusiedlersee. Weitere Informationen sind unter der Web-Adresse von InnoC.at zu erhalten. Aufgerufen: 824 | E-Mail
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